Gebäudeschäden vorbeugen!

Eine Erneuerung des Daches ist immer eine sinnvolle Investition. Sie stellt nicht nur sicher, dass die Bausubstanz des Hauses ausreichend geschützt wird, in Verbindung mit einer energetischen Sanierung können Hausbesitzer langfristig Energie- und Heizkosten einsparen.

Ein in die Jahre gekommenes Hausdach. Foto: Pixabay/ Hans

Ein Dach über dem Kopf zu haben, gilt als Synonym für Behaglichkeit, für ein Zuhause. Pragmatisch gesehen, schützt das Dach das Mauerwerk des Hauses vor Nässe – und die Bewohner vor Sturm, Regen oder Blitzschlag. Doch auch dieser elementare Teil des Hauses kommt in die Jahre. Nach spätestens 50 bis 60 Jahren sollte das Dach erneuert werden. Wenn das Dach dauerhaft verschattet ist und die Dachziegel feucht sind oder die Sturm- und Schneesicherheit nicht mehr gewährleistet ist, kann eine Sanierung auch schon früher erforderlich sein.

Unerlässlich ist die Dachsanierung, wenn die Sicherheit der Hausbewohner durch Schäden an Dach oder Dachstuhl nicht mehr gewährleistet werden kann. Je nach Ausmaß der Schäden kann eine Sanierung in diesem Fall von einer neuen Dacheindeckung bis hin zu einer vollständigen Erneuerung des Dachstuhls und der Dachfläche reichen – nicht zuletzt, um weiteren witterungsbedingten Gebäudeschäden vorzubeugen.

Eine Dachsanierung kann auch gesetzlich vorgeschrieben sein. Laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) müssen alle Gebäude und Dächer, die nach dem 1. Februar 2002 den Besitzer gewechselt haben, innerhalb von zwei Jahren nachträglich gedämmt werden, um den festgelegten Dämmwert zu erzielen.

Langfristig schont ein gut isoliertes Dach durch Einsparen von Energie- und Heizkosten die Haushaltskasse. „In die Dämmung zu investieren, löst nebenbei auch Probleme wie rutschende Schneebretter oder großflächige Eiszapfenbildung“, weiß Hans Neumann. Wer das Dachgeschoss im Zuge der Sanierung ausbauen lässt, um mehr Wohnraum zu schaffen, profitiert im Sommer zudem vom verbesserten Wärmeschutz. (Achtung: Größere bauliche Veränderungen an der Dachkonstruktion sind genehmigungspflichtig!).

Im Gegensatz zur Aufsparrendämmung, bei der das Dämmmaterial auf den Dachsparren und unterhalb der Dachziegel befestigt und das Dach komplett neu eingedeckt wird, handelt es sich bei der Zwischen- und Untersparrendämmung um Maßnahmen, die auch nachträglich gut realisiert werden können. Ein versierter Heimwerker kann hier Kosten sparen.

Grundsätzlich sollte man bei einer Dachsanierung jedoch immer den Fachmann zu Rate ziehen. Er kann die Wünsche und Vorstellungen der Hausbesitzer mit den bautechnischen Möglichkeiten und gesetzlichen Vorschriften abgleichen, die richtigen Materialien auswählen und nicht zuletzt für eine stimmige Optik sorgen.

Informationen zur BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude) gibt es auf bafa.de. Einzelne Sanierungsmaßnahmen werden auch durch vergünstigte KfW-Kredite gefördert.

Wichtige Infos zu den gesetzlichen Regelungen und auch zu den Kosten einer Dachdämmung findet man auf energie-fachberater.de