Immobilienmarkt 2026 – Trends und Chancen.

Auch 2026 bleibt der deutsche Immobilienmarkt ein zentrales Thema für Eigentümer, Käufer und Investoren. Preise, Nachfrage und regionale Entwicklungen zeichnen ein differenziertes Bild. Wir ordnen ein, welche Chancen sich konkret ergeben – jenseits von Schlagzeilen.

Mit moderaten Preissteigerungen bei stabiler Nachfrage bleiben Immobilien auch in diesem Jahr ein werthaltiges Investment. Foto: marchmeena29, iStock

Der deutsche Immobilienmarkt zeigt sich zu Beginn des Jahres 2026 stabil, aber nicht homogen: Während die Preisentwicklung weiterhin moderat nach oben tendiert, prägen unterschiedliche Nachfrage- und Angebotslagen die Entwicklung in einzelnen Regionen. Verlässliche Prognosen und Analysen deuten darauf hin, dass trotz eines herausfordernden Zinsumfeldes und anhaltender Angebotsknappheit moderate Preissteigerungen im Wohnimmobiliensektor erwartet werden. So rechnet eine aktuelle Studie des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken für 2026 mit einem Preisanstieg für selbstgenutztes Wohneigentum um etwa 3,1 Prozent.

Was aus Marktsicht als Stabilisierung gilt, ist für Kaufinteressenten eine Herausforderung: Bezahlbarer Wohnraum bleibt weiterhin knapp und erfordert eine sorgfältige Finanzierungsplanung. Doch steigende Preise erschweren zwar den Einstieg, unterstreichen aber zugleich die langfristige Wertbeständigkeit von Wohnimmobilien.

Auch andere Institute sehen eine, in diesem Sinne, positive Grundtendenz: Experten der LBBW gehen für 2026 von durchschnittlichen Preiszuwächsen zwischen drei und vier Prozent aus, getragen von einer stabilen Nachfrage und dem Bewusstsein vieler Haushalte, trotz eines anspruchsvollen Finanzierungsumfelds ins eigene Zuhause zu investieren.

Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist die anhaltende strukturelle Unterversorgung mit Wohnraum: In Deutschland entstehen weit weniger neue Wohnungen, als benötigt würden, um Nachfrage und Neubildung von Haushalten auszugleichen. Studien zeigen, dass jährlich rund 320.000 neue Wohneinheiten benötigt würden, um den Bedarf zu decken – die Anzahl tatsächlich genehmigter Bauvorhaben liegt deutlich darunter. Dieses Missverhältnis stützt langfristig Preiserwartungen und schafft Raum für Wertsteigerungen.

Die Nachfrage ist dabei nicht überall gleich stark: In den Top-7-Städten wie Berlin, München, Hamburg oder Frankfurt bleibt sie markant hoch, während in ländlicheren Regionen das Wachstum moderater ausfällt. Die Folge ist eine Regionalsegmentierung: Große Metropolen verzeichnen oft stabilere Preisentwicklungen und weniger Angebotsvolatilität, während periphere Lagen flexibler auf lokale Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklungen reagieren. Daten aus aktuellen Marktreports bestätigen, dass in großstädtischen Bereichen sowohl Preise als auch Mietniveaus in den letzten Monaten wieder zunahmen.

Dabei gewinnen Qualität und Standort weiter an Bedeutung. Fachportale wie Haufe weisen darauf hin, dass sich der Immobilienmarkt 2026 weiter ausdifferenziert. Gefragt sind vor allem gut gelegene, marktgerecht bepreiste Objekte, während Immobilien mit Sanierungsstau oder ungünstiger Lage längere Vermarktungszeiten aufweisen.

Für Kaufinteressenten bedeutet das: Eine langfristige Perspektive bleibt sinnvoll. In Städten mit hoher Nachfrage wirken sich niedrige Leerstandsraten und stabile Mietrenditen positiv auf die Vermietbarkeit aus, auch wenn Erwerbskosten hier über dem Bundesdurchschnitt liegen. Für Eigentümer ist die anhaltende Nachfrage ein Hinweis darauf, dass Immobilien langfristig weiter ein stabiler Wertträger bleiben, auch wenn kurzfristige Zins- und Preisschwankungen zu erwarten sind.

Insgesamt zeigt sich 2026 also kein Marktboom, aber eine robuste Fortsetzung der Erholung, mit moderaten Preissteigerungen, stabiler Nachfrage und deutlichen regionalen Unterschieden. Wer heute gezielt plant, kann gerade in wachstumsstarken Regionen attraktive Chancen nutzen – sei es als Eigennutzer oder als Investor.

Quellen: bvr.de, lbbw.de, hypofriend.de, jll.com, statista.com, reuters.com, haufe.de