Mehr Wohnraum durch Aufstockung

Mehr Wohnraum durch Gebäudeaufstockung

Was tun, wenn das Eigenheim zu klein wird, weil z. B. Familienzuwachs ins Haus steht oder Sie mehr Platz für ein Home-Office brauchen? Eine Möglichkeit zusätzlichen Raum zu schaffen, ist eine Aufstockung. Dadurch vermeiden Sie es, den eigenen Garten zuzubauen oder dem Nachbarn zu nahe zu rücken. Eine Aufstockung kann entweder auf dem bereits vorhandenen Wohnraum oder der Garage erfolgen. Besonders leicht lässt sich das zusätzliche Geschoss auf dem Flachdach eines Bungalows errichten. Hat Ihr Haus ein Steildach, können Sie bereits durch eine Erhöhung des Kniestocks um 80 cm etwa ein Drittel mehr Wohnfläche gewinnen. Dabei wird das abgedeckte Dach entfernt oder angehoben und die Außenwand durch Mauerarbeiten oder vorgefertigte Holzbauteile erhöht.

 

Wann ist der beste Zeitpunkt und wie gehe ich vor?

Ein idealer Zeitpunkt für eine Aufstockung ist die Erneuerung bzw. der Austausch des Daches. Ist die Sanierung einer Immobilie der Hauptgrund für den Umbau, können Sie den „Erhaltungsaufwand“ steuerlich geltend machen. Je nach Aufstockungsvariante und Gestaltungsmaterial bewegen sich die Gesamtkosten (inklusive Planung und Einreichung) zwischen etwa 800 und 2.000 EUR pro Quadratmeter Wohnfläche. Voraussetzung ist, dass ein Anschluss an bestehende Installationseinrichtungen möglich ist.

Um festzustellen, wie belastbar Ihr Haus ist, muss zunächst die Statik des Gebäudes untersucht werden. Die kostensparende Holzrahmenbauweise ist durch ihr geringes Gewicht und die kurze Aufbauzeit für eine Aufstockung besonders geeignet. Denn Holzkonstruktionen haben den Vorteil, dass sie auch bei geringer Wanddicke die Anforderungen der Energieeinsparungsverordnung EnEV erfüllen.

Wer Kosten sparen will, kann beim Innenausbau selbst Hand anlegen. Das Erdgeschoss bleibt während des Umbaus bewohnbar. Wichtig ist, dass bei der Verbindung des Erdgeschosses mit dem Aufbau keine Wärmebrücken entstehen. Ansonsten ist das Neben- bzw. Übereinander von Ziegel- und Holzbauweise unproblematisch.

 

Baurechtliche Grundlagen einer Aufstockung

Ebenso wie ein Anbau ist auch eine Aufstockung genehmigungspflichtig. Was dabei zu beachten ist, regeln die Landesbauverordnungen.  Fügt sich die neue Planung in die bestehende Bebauung ein, hat Ihr Vorhaben gute Chancen auf Bewilligung. Der Architekt stellt den Bauantrag und leitet das Genehmigungsverfahren ein. Er überwacht die Bauleitung und kümmert sich auch um Formalitäten wie Brand- und Schallschutzanforderungen. Eine Gebäudeaufstockung steigert auch meist den Wert eines Hauses, da sich durch sie die Zimmeranzahl vergrößtert.  Welche baulichen Möglichkeiten bei einer Veränderung rechtlich zulässig sind, spielen auch bei einem Bewertungsgutachten eine Rolle. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, kontaktieren Sie einfach einen unserer RE/MAX-Experten für ein unverbindliches Beratungsgespräch.