Weihnachtsdekoration Haus

Weihnachtsdekoration aus juristischer Sicht

Der 1. Advent ist da! Damit beginnt das vorweihnachtliche Wettdokorieren. Ganz nach dem Motto: Wer hat das schönste Haus? Während der eine eine dezente Weihnachtsdekoration bevorzugt, kann es dem anderen nicht hell und bunt genug sein. So stehen in der einen Hauseinfahrt Kolonnen an beleuchteten Plastikweihnachtsmännern.  Auf der anderen Straßenseite erklimmt dagegen ein lebensgroßer Kunststoff-Weihnachtsmann die Hausfassade. Über Geschmack läßt sich streiten, aber strafbar ist vermeintlich schlechter Geschmack nicht. Im eigenen Bereich (Wohnung inkl. Fenster und Balkon) darf jeder nach Herzenslust dekorieren. Das kann der Vermieter, solange keine Brandgefahr besteht, nicht verbieten.

 

Beim Schmücken der Außenfassade die Erlaubnis des Vermieters einholen

Beim Dekorieren der Außenfassade sind die örtlichen Gegebenheiten und nicht der persönliche Geschmack des Vermieters maßgebend. So darf der Vermieter die Weihnachtsdeko z. B. nicht mit der Begründung verbieten, dass sie die Optik des Hauses verschlechtert. Dies gilt vor allem dann, wenn die Nachbarhäuser auch großzügig geschmückt sind oder die Dekoration dezent im Hinterhof angebracht wird.

Fassadenschmuck ist zulässig, so lange sie die Außenwand nicht beschädigt und die Nachbarn nicht gestört werden. Damit die Deko die Weihnachtsfans am Ende jedoch nicht teuer zu stehen kommt, muss sie sicher angebracht werden. Kraxelnde Weihnachtmänner müssen z. B. so befestigt werden, dass sie einem Schneesturm standhalten. Damit sie keinem Passanten auf den Kopf fallen können. Im Allgemeinen endet die persönliche Weihnachtsdekofreiheit dort, wo sie die Rechte anderer berührt.

Doch leider kommt es immer wieder zu Klagen. Denn manche Mieter leben ihre Gestaltungsfreude hemmungslos aus. Das drückt auf die vorweihnachtliche Stimmung ihrer Nachbarn. Allerdings müssen Nachbarn mit Kitsch & Co leben – solange dieser nur die Augen beleidigt.

 

Wie steht’s mit der Weihnachtsdekoration von Gemeinschaftsräumen?

Ein Weihnachtskranz an der eigenen Haustür ist meistens erlaubt. Nachbarn müssen es jedoch nicht akzeptieren, wenn sich die weihnachtliche Dekowut auf das Treppenhaus und den Hausflur ausdehnt. Das Gebot der Rücksichtnahme ist auch überschritten, wenn die Festbeleuchtung  das Schlafzimmer des Nachbarn nachts taghell erleuchtet.  So wurde schon mancher durch singende Rentiere oder blinkende Lichterketten  um den Schlaf gebracht. Diese Vorweihnachts-Geschädigten können  verlangen, dass die aufdringliche Beleuchtung ab 22 Uhr ausgeschaltet wird. Wir raten, um die vorweihnachtliche Stimmung in der Nachbarschaft nicht zu gefährden, lieber auf die ein oder andere Lichterkette zu verzichten, wenn sie den Nachbarn zu sehr stört. Die REMAX-Makler wünschen Ihnen auf jeden Fall eine frohe und besinnliche Adventszeit!