Regeln bei der Mieterhöhung

Mieterhöhung – Darauf müssen Vermieter achten

Unter bestimmten Voraussetzungen – Anpassung an die ortsübliche Miete, Modernisierung des Wohnraumes, usw. – können Vermieter von Immobilien die Miete erhöhen. Im Folgenden finden Sie wichtige Punkte, die Sie als Vermieter beachten müssen, damit die Mieterhöhung für ein Haus oder eine Wohnung wirksam wird. Die Regeln ändern sich, von daher überprüfen Sie vor einer Erhöhung unbedingt, ob es weitere gesetzliche Änderungen gibt!

 

Formale und gesetzliche Anforderungen bei Mieterhöhung

  • Die Absicht einer Mieterhöhung muss dem Mieter einer Immobilie schriftlich mitgeteilt werden. Dieser kann innerhalb von drei Monaten die Erhöhung prüfen und ggf. das Mietverhältnis kündigen.
  • Mietpreisbremse: Innerhalb von vier Jahren darf die Miete einer Wohnung oder eines Hauses höchstens um 20 Prozent steigen. In Regionen mit Wohnraummangel kann das zuständige Bundesland die „Kappungsgrenze“ auch auf 15 Prozent absenken. Bei Neuvermietung von Immobilien sind bis zu 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete erlaubt.
  • Vermieter müssen sich an der ortsüblichen Vergleichsmiete orientieren. In dem Mieterhöhungsschreiben können Sie sich auf ein Sachverständigengutachten, auf mindestens drei Vergleichswohnungen oder auf den Mietspiegel berufen.
  • Haben Sie als Vermieter die Mietsteigerung der nächsten Jahre in Form einer Staffelmiete festgelegt? Dann dürfen Sie nicht über die beschlossenen Zahlungen hinausgehen – selbst wenn die ortsübliche Vergleichsmiete steigt.
  • Wenn Vertragsabschluss und Beginn des Mietverhältnisses von der Immobilie nicht zeitgleich sind, darf die erste Mieterhöhung erst 15 Monate nach Mietbeginn erfolgen
  • Im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen können Vermieter die Miete erhöhen. Die sog. Modernisierungsumlage wird auf die Kaltmiete aufgeschlagen, wenn die Wohnqualität verbessert wird.
  • Der Mieter Ihrer Immobilie sollte der Mieterhöhung schriftlich zustimmen. Auch wenn er durch bereitwillige Zahlung der höheren Miete seine Zustimmung signalisiert, beugen Sie so eventuellen späteren Auseinandersetzungen vor.
  • Achten Sie darauf, dass alle Mietvertragsunterzeichner der Mieterhöhung zustimmen. Wenn Sie Ihre Wohnung ursprünglich an ein (Ehe-)Paar vermietet haben, müssen beide Partner unterzeichnen, auch wenn das Paar inzwischen getrennt lebt.

 

Bewertungsgutachten Ihrer Immobilie

Nur eine transparente und fundierte Bewertung sichert Ihnen als Vermieter einer Immobilie ein realistisches Bewertungsergebnis. Die erfahrenen Gutachter von RE/MAX stehen Ihnen hierbei gerne zur Seite. Nehmen Sie vor einer Mieterhöhung Kontakt auf und lassen Sie sich beraten. Bei einem eventuellen Vermarktungsauftrag ist die Immobilienbewertung selbstverständlich kostenlos!