Mehr Wohnraum durch Dachaufstockung

„100 Tausend Dächer Initiative“ gegen Wohnungsnot

Durch Dachaufstockungen neuen und bezahlbaren Wohnraum in den Wachstumsregionen schaffen – Das ist das erklärte Ziel der aktuellen bundesweiten „100 Tausend Dächer Initiative“. Diese wurde u.a. vom  Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW) ins Leben gerufen. Mehr als eine Million zusätzliche Wohnungen sollen auf diese Weise in den dicht besiedelten Ballungszentren entstehen.

 

Einfach noch ein Stockwerk drauf setzen

In Deutschland mangelt es schon seit langem an bezahlbarem Wohnraum. Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) fehlen in Deutschland bis 2020 jährlich 385.000 neue Wohnungen. Angesichts der stetig steigenden Nachfrage ist der Wohnungsmarkt vor allem in Ballungsräumen, Groß- und Universitätsstädten sehr angespannt. Nicht einmal 30 Prozent des gesamten bundesdeutschen Gebäudebestandes befindet sich in den Ballungszentren.

Zwar ist die Zahl sowohl der fertiggestellten Wohnungen als auch der Baugenehmigungen in Deutschland in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Doch das reicht noch lange nicht aus. Vor allem in den Metropolen wie Berlin, Frankfurt, Stuttgart oder München fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Logische Folge des Missverhältnisses von Angebot und Nachfrage:  Die Immobilienpreise steigen weiter.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, wollen der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW), der Bundesverband der Gipsindustrie e.V. (GIPS) und der FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI) nun hoch hinaus: Insgesamt sollen über eine Million zusätzliche Wohnungen entstehen. Dazu möchte man in dicht besiedelten Gebieten einfach noch „eins draufsetzen“ –  ein Stockwerk nämlich.

 

Über eine Million zusätzliche Wohnungen

Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Vorteile leuchten ein. Aufstockungen bestehender Gebäude können dazu beitragen, kostengünstigen Wohnraum vor allem im innerstädtischen Bereich zu schaffen. Zumal dadurch keine Grundstückskosten anfallen. Energetisch optimiert, verbessern sie außerdem die Energieeffizienz des gesamten Hauses. Sie tragen also zum Klimaschutz effektiv bei. Ein weiter Umweltaspekt: Grünflächen bleiben unversiegelt. Das heißt, dass kein zusätzliches Bauland benötigt wird. Die RE/MAX-Makler werden die Initiative gespannt verfolgen. Sie wissen, dass das Potenzial ist groß. Dennoch müssen für die Bauherren sowohl baurechtlich als auch wirtschaftlich günstige Rahmenbedingungen als Anreiz geschaffen werden. Nur so kann die Umsetzung der Initiative gelingen.