Hobbyfarming als neuer Gartentrend

Hobbyfarming als neuer Gartentrend.

Frische Eier von glücklichen Hühnern aus dem eigenen Garten auf dem Frühstückstisch – das ist schon etwas ganz Besonderes. Vor allem, wenn die Eier Bio-Qualität haben. Kein Wunder, dass immer mehr Gartenbesitzer das Hobbyfarming attraktiv finden. Die Hühnerhaltung in städtischen Wohngebieten schafft mehr Naturverbundenheit. Auch Kinder erlernen dadurch den Umgang mit Tieren, auch wenn es Nutztiere sind. RE/MAX Germany berichtet über den neuesten Gartentrend.

 

Neuer Gartentrend als Stück Gesundheit für Mensch und Tier.

Hühner sind relativ unkompliziert. Das macht ihre Haltung auch für Neulinge im Hobbyfarming zu einem erfolgversprechenden Projekt. Ein bisschen Platz sollten Sie dafür allerdings schon haben. Im Gehege, das sich mit Geflügelnetzen einfrieden lässt, sollte jedes Huhn acht bis zwölf Quadratmeter Auslauf haben.

Natürlich braucht Ihr Federvieh auch einen festen Unterschlupf als Schutz vor schlechtem Wetter. Ein bis zwei Quadratmeter Platz im Hühnerhaus reichen für drei bis fünf Tiere. Sie sollten den Hühnerstall auf jeden Fall auch mit einer Sitzstange und Legenest ausstatten. Wer das Hühnerheim nicht selbst bauen will, findet zahlreiche Modelle sowie sämtliches Zubehör wie Futter- und Wassertröge für die Hühnerhaltung online, im Fachhandel oder in landwirtschaftlich orientierten Baumärkten.

Sehr praktisch sind Steuerungen, mit denen sich das Öffnen und Schließen der Hühnertüren automatisch sowohl zeit- als auch tageslichtabhängig regeln lässt. Dies ist nicht nur komfortabel, sondern kann auch helfen, Streit mit den Nachbarn zu vermeiden. Vor allem wenn der Weckruf des Hahns am Wochenende für Irritationen sorgt. Sie sollten den Stall also nicht nur um den Frost im Winter abzuhalten,  gut isolieren.

 

Trotz Hühnerzucht den Nachbarschaftsfrieden wahren.

Hierzulande gibt es eine Fülle gerichtlicher Entscheidungen zur Belästigung durch krähende Hähne in Wohngebieten. Einigerorts wurden sogar stundenplanmäßig geregelt, wann und sogar wie laut ein Hahn krähen darf sowie wann er im möglichst schalldicht isolierten Stall einzusperren ist. Es gibt sogar Gerichtsurteile über „Mittagpausen“ am Wochenende. Als Faustregel gilt: In der Zeit von 19 Uhr am Abend bis zum nächsten Morgen um 8 Uhr soll kein „Kikeriki“ erschallen. Was der Chef im Hühnerstall zu solchen Regelungen sagt, ist nicht überliefert. Wer gern mit seinen Nachbarn in Frieden lebt, sollte sich also vor der Projektplanung mit den Anwohnern in Hörweite abstimmen. Wobei die Aussicht auf Eier von gesunden und glücklichen Hühnern aus Nachbars Garten bereits Wunder bewirkt haben soll.