Wohnung mit Kachelofen

Strengere Grenzwerte für Kamine & Kachelöfen

Das Heizen mit Holz ist sehr beliebt. Leider ist es jedoch nicht besonders umweltfreundlich. Haben Sie mitbekommen, dass seit dem 1. Januar 2018  für kleine und mittlere Feuerungsanlagen in Häusern und Wohnungen strengere Feinstaub-Grenzwerte gelten? Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) will damit gesundheitsschädliche Emissionen von Staub und Kohlenmonoxid langfristig eindämmen.

 

Muss der alte Kachelofen raus?

Bei der Verbrennung entstehen Ruß und gesundheitsgefährdender Feinstaub. Um die Emissionen vor allem von älteren Öfen zu verringern, werden die Ofengenerationen seit 2010 schrittweise den Regelungen der ersten Bundesimmissionsschutz-Verordnung (BImSCHV) unterworfen. Öfen, die vor 1975 installiert wurden, mussten bereits bis Ende 2014 nachgerüstet werden.

Seit dem 1. Januar 2018 ist die nächste Generation an der Reihe. Wer mit einem Holzofen heizt, der zwischen 1975 und 1984 gebaut wurde, sollte seine Anlage jetzt schnellstmöglich nachrüsten, falls er die Frist versäumt hat. Denn nur Anlagen, die die zulässigen Grenzwerte nicht überschreiten, dürfen seit Beginn dieses Jahres noch weiter betrieben werden. Jeder Ofen hat ein Typschild. Auf diesem steht, wann er zugelassen wurde. Falls das Typschild fehlt, kann der Schornsteinfeger mit einer Messung vor Ort den Nachweis erbringen.

Der Grenzwert von Heizungsanlagen, die mit Festbrennstoffen wie Holzscheiten, Pellets, Hackschnitzel oder Kohle befeuert werden, liegt für Feinstaub bei 150 mg/Kubikmeter. Für Kohlenmonoxid liegt er bei 4 g/Kubikmeter. Werden diese Werte überschritten, müssen die Anlagen ausgetauscht oder mit einem Rußfilter nachgerüstet werden. Andernfalls sind laut dem Industrieverband Haus-, Heiz-und Küchentechnik ((HKI) Bußgelder von bis zu 50.000 Euro fällig.

Die nächsten Fristen stehen schon fest

Die Immobilienmakler von REMAX wissen, dass bei vielen Immobiliensuchenden ein Kamin oder Kachelofen mit auf der Wunschliste steht. Um so wichtiger ist es, sich vor dem Kauf zu informieren, ob dieser auch die gesetzlichen Grenzwerte einhält. Das Ende ist noch nicht erreicht. Besitzer von Öfen, die von 1985 – 1994 gebaut wurden, müssen bis Ende 2020 aktiv werden. Öfen ab dem Baujahrt 1995 müssen bis Ende 2024 aufgerüstet werden. Der Schornsteinfeger überprüft die Maßnahmen im Rahmen seiner Feuerstättenkontrolle. Er kann auch im Vorfeld darüber informieren, ob Ihr Modell die Grenzwerte einhält oder nicht. Informationen und Fristen für die eigene Feuerstätte finden Sie auch im Feuerstättenbescheid Ihres zuständigen Schornsteinfegers.