Wie man Nesthocker aus dem Elternhaus kriegt

Hotel Mama hat Hochkonjunktur

„Nesthocker“ so nennt man junge Erwachsenen, die auch nach der Adoleszenz weiterhin im Elternhaus wohnen bleiben. Wenn Ihr Nachwuchs längst flügge ist, aber keine Anstalten macht, das elterliche Nest zu verlassen, befinden Sie sich in guter Gesellschaft. Laut einer Studie des Statistischen Bundeamtes aus dem Jahr 2016 leben stattliche 62 Prozent der 18- bis 24-Jährigen immer noch bei den Eltern. Im Vergleich dazu zogen 1990 die jungen Erwachsenen in Deutschland bereits drei bis vier Jahre früher aus dem Haus.

 

Wenn Kinder aus dem Elternhaus nicht ausziehen wollen

Im Allgemeinen verlassen Töchter früher das elterliche Zuhause als die Söhne. So wohnten laut der Studie nur 56 Prozent der jungen Frauen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren bei den Eltern. Bei den jungen Männern waren es dagegen ganze 68 Prozent. Wann der Nachwuchs flügge wird, hängt dabei auch stark vom Wohnort ab: So bleiben die jungen Erwachsenen auf dem Land eher bei den Eltern wohnen, als ihre Altersgenossen in der Stadt.

Die Gründe für das späte Ausziehen sind vielfältig: Der häufigste Grund ist ein ganz pragmatischer: Geld. Da die Ausbildungszeiten heute länger sind, kann sich der Nachwuchs ein eigenes Leben auch später leisten, sagen Soziologen. Dazu kommt, dass die Mieten von Wohnungen in vielen Studentenstädten inzwischen für manche Eltern unbezahlbar geworden sind.

Ein weiterer Faktor ist das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Eltern und Kindern. Die heutige Eltern haben ein eher partnerschaftliches Verhältnis zu ihren Kindern. Das führt dazu, dass sich die Kinder Zuhause sehr wohlfühlen und keinen Grund für einen Auszug sehen. Zudem wird im Hotel Mama oft ein toller Service geboten. So genießen viele junge Erwachsene die Bequemlichkeit des Elternhauses. Dadurch entscheidet sich so manch einer, der die Wahl hat, sein Geld für Miete und Lebensmittel oder für ein eigenes Auto, teure Klamotten, Urlaubsreisen oder das neueste Handy auszugeben, nicht selten für den Komfort bei den Eltern.

 

Wie Nesthockern schneller Flügel wachsen

Was also tun, wenn Sie als Eltern Ihr behagliches Heim gerne wieder für sich alleine hätten? Da hilft nur eins: Schränken Sie den Service im „Hotel Mama“ ein. Und auch eine angemessene finanzielle Beteiligung am Leben beflügelt den Wunsch nach einer eigenen Wohnung auf oft auf wundersame Weise. Wer es sich leisten kann, der investiert in eine kleine Studentenwohnung. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn neben dem erwünschten Auszug spart man sich zudem die teure Wohnungsmiete. Die Makler von RE/MAX sind Ihnen gerne dabei behilflich, das passende Objekt zu finden. Nehmen Sie einfach unverbindlich Kontakt zu einem unserer Makler in Ihrer Nähe auf. Manchmal muss man dem Glück etwas auf die Sprünge helfen.