Bauliche Veränderung bei Immobilien

Was ist eigentlich eine bauliche Veränderung?

Sie haben vor kurzem eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gekauft. Dann freuen Sie sich wahrscheinlich schon darauf, das neue Zuhause endlich nach den eigenen Vorstellungen frei gestalten zu können. Doch Achtung, kennen Sie die in Ihrem Haus geltende Teilungserklärung bzw. Gemeinschaftsordnung? Bauliche Veränderungen am Gemeinschaftseigentum einer Immobilie bedürfen in der Regel die Zustimmung von den Miteigentümern. Doch was versteht man eigentlich unter Baulichen Veränderungen? Wichtig ist, den Unterschied zwischen baulichen Veränderungen und Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen zu kennen. Hier eine kurzen Zusammenfassung von REMAX Germany.

 

Bauliche Veränderung bei Gemeinschaftseigentum.

Bauliche Veränderungen sorgen leider immer wieder für Streit bei Wohneigentümergemeinschaften. Denn gerade Neubesitzer sind sich häufig nicht im Klaren darüber, dass selbst bei vermeintlich kleinen Veränderungen, wie z. B. dem Anbringen einer Parabolantenne oder einer Markise oder von festen Blumenkästen auf dem Balkon, die Zustimmung der Wohneigentümergemeinschaft erforderlich sein kann. Denn laut Wohneigentumsgesetz (§22 Absatz 1) darf, sobald Rechte von Dritten betroffen sind, nur diese, bauliche Veränderungen am Gemeinschaftseigentum beschließen,

Das kennzeichnet laut WEG eine bauliche Veränderung:

  • Die Maßnahme wird erst nach dem Entstehen des Wohneigentums durchgeführt
  • Sie ist auf Dauer angelegt.
  • Die Veränderung führt zu einer Umgestaltung des Gemeinschaftseigentums,
  • Sie geht über die ordnungsmäßige Instandhaltung oder Instandsetzung hinaus.

 

Unterschied zwischen Baulicher Veränderung
und Instandhaltung bzw. Modernisierung.

Allgemein sind Bauliche Veränderungen Maßnahmen, die über die Instandhaltung oder eine Modernisierung des Gemeinschaftseigentums hinausgehen. D. h. sie verändern die Immobilie. Um spätere Streitigkeiten zu vermeiden, ist es also äußerst wichtig, sich vor einer baulichen Maßnahme zunächst die Teilungserklärung bzw. Gemeinschaftsordnung genau durchzulesen. Darin steht in der Regel, was zum Gemeinschafts- und Sondereigentum gehört und welche Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum zu den baulichen Veränderungen zählen. D. h. welche Veränderungen zustimmungspflichtig sind und welche nur eine teilweise Zustimmung der Gemeinschaft brauchen. Im Zweifel sollten Sie sich auf jeden Fall vorab beim Verwalter oder der Hausgemeinschaft erkundigen, ob eine Genehmigung erforderlich ist. Denn fehlt die nötige Zustimmung zu einer baulichen Maßnahme, kann die Wohneigentümergemeinschaft später verlangen, dass diese auf eigene Kosten wieder rückgängig gemacht wird.