Mietpreisbremse & Immobilienmarkt

Was ist eigentlich eine Mietpreisbremse?

Gerade in den Ballungsräumen ist die Wohnmarktsituation seit vielen Jahren sehr angespannt. Mit Einführung der Mietpreisbremse im Jahr 2015 möchte der Gesetzgeber den rasanten Anstieg der Mieten unter Kontrolle bringen. Seit Anfang des Jahres gelten neue Regelungen. Diese erlegen den Vermietern neue Pflichten auf.  Sie sollen es den Mietern leichter machen, gegen erhöhte Mieten vorzugehen. Doch was ist eine Mietpreisbremse überhaupt? Und was sind die neuen Regeln? Als Mieter oder Vermieter sollten Sie diese auf jeden Fall kennen. RE/MAX Germany gibt Ihnen im Folgenden einen kurzen Überblick.

 

Die Regeln bei der Mietpreisbremse.

Der Kampf um bezahlbaren Wohnraum hat sich besonders in den Großstädten in den letzten Jahren sehr verschärft. Deshalb hat der Gesetzgeber bereits im Jahr 2015 in vielen Städten (z. B. Frankfurt am Main und München) und Gemeinden eine Mietpreisbremse eingeführt. Die Maßnahme sollte die Mieter besser vor überhöhten Mieten schützen. So dürfen Vermieter seit der Einführung der Mietpreisbremse bei der Neu- oder Wiedervermietung einer Wohnung oder eines Miethauses die Miete nur noch bis zu maximal 10 Prozent über das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmieten erhöhen.

Für welche Städten und Gemeinden die Mietpreisbremse gilt, wird von den einzelnen Bundesländern entschieden. Denn diese kennen die dortige Immobilienmarktsituation am besten. Bei der Prüfung werden Faktoren wie  Bevölkerungswachstum, Leerstandsquote, Mietentwicklung und Mietbelastung in einer Region ausgewertet. Die Regelungen von 2015 sollten zunächst für fünf Jahre gelten. Aber im August 2019 hat die große Koalition diesen Zeitraum bereits um weitere fünf Jahre verlängert. Es gibt jedoch Regionen, da wurde die in 2015 eingeführte Mietpreisbremse aus formellen Gründen inzwischen wieder ausgesetzt (z. B. Baden Württenberg). Hier soll bis 2020 geprüft werden, ob sie in manchen Städten erneut eingeführt wird.

Da die Mietpreisbremse von 2015 jedoch nicht überall den gewünschten Erfolg brachte, wurden die Regelungen Anfang 2019 nochmal zu Gunsten der Mieter verschärft. Neu ist die Auskunftspflicht des Vermieters. D. h. ein Vermieter muss bei einer Neuvermietung nun offenlegen, wie hoch die Miete des Vormieters war. Dies ist für den Mieter besonders interssant, wenn die Miete über dem ortsüblichen Mietpreisniveau liegt. Auch muss der Vermieter vor dem Vertragsabschluss darüber informieren, ob er von irgendwelchen gesetzlichen Ausnahmeregeln (z. B. umfassende Modernisierungsmaßnahmen) bei der Mietfestsetzung Gebrauch gemacht hat. Tut er dies nicht, hat der Mieter die Möglichkeit die Miete anzufechten.

 

Die Ausnahmen bei der Mietpreisbremse.

Neubauten und umfassende Modernisierungsmaßnahmen bilden bei der Mietpreisbremse eine Ausnahme. Schließlich möchte der Gesetzgeber verhindern, dass wegen der Maßnahme weniger Wohnraum entsteht oder bestehende Häuser und Wohnungen nicht mehr modernisiert werden. Wenn Sie als Mieter z. B. durch einen Berufswechsel in eine neue Stadt ziehen, sollten Sie sich vor dem Umzug informieren, ob in dieser Stadt eine Mietpreisbremse gilt.  Dies hilft Ihnen die Mieten anhand der Kaltmieten untereinander zu vergleichen. Wenn Sie Unterstützung bei der Wohnungssuche brauchen, sollten Sie sich an einen der örtlichen RE/MAX-Immobilienmakler wenden. Nehmen Sie einfach Kontakt auf!